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Am 3. Juni
1717 reiste der Landfürst Carl Theodor Eustach von Sulzbach nach Mantel,
um sich von dem regen Baufortschritt des neuen Hochofens nächst Mantel,
am östlichen Weiherdamm des Beckenweihers zwischen Mantel und Etzenricht
zu überzeugen. Der Hochofen war am 27. September 1717 betriebsbereit. Im
Jahre 1719 wurde noch eine Hammerhütte dazu gebaut, somit konnte das
gewonnene Roheisen an Ort und Stelle zu Schmiedeeisen verarbeitet
werden. Am 23. April 1723 schlug der Pächter des Hammerwerks, Hofrat
Sperl, der Sulzbacher Regierung vor, am westlichen Ufer des
Beckenweihers die Ansiedlung für Arbeiter und auch andere
Gewerbeunternehmen zu genehmigen.

Fast genau
vier Jahre später, im April 1727, ersuchten die ersten
Hüttenwerksarbeiter und Bauern die Regierung von Sulzbach, sich in der
Nähe des Werkes ansiedeln zu dürfen. 1730 entstanden die ersten
Holzhäuser. Das Dörfchen nannte sich, nahe am Weiher gelegen, Weihersdorf.

Um 1742 hieß
der Ort Beckendorf, der 1818 der Gemeinde Etzenricht eingegliedert
wurde. 1906 wünschten die Einwohner von Beckendorf, dass ihr Ort den
gleichen Namen wie das Hüttenwerk, also Weiherhammer, erhält. Erst am 1.
Juli 1934 genehmigte das Innenministerium die Umbenennung. Seitdem trägt
Beckendorf den Ortsnamen Weiherhammer. 1952 erhielt Weiherhammer die
kommunale Selbstständigkeit. |